Die Schweiz ist geprägt von sprachlicher Vielfalt – nicht nur durch ihre Nationalsprachen, sondern auch durch zahlreiche Sprachen, die im Kontext von Migration über Generationen hinweg weitergegeben werden. Doch warum bleiben manche dieser Herkunftssprachen über mehrere Generationen erhalten, während andere zunehmend weniger verwendet werden, verloren gehen oder später bewusst wiederbelebt werden? Diesen Fragen geht das Projekt HeLiS – Herkunftssprachen in der Schweiz: Zwischen Erhalt, Verlust und Revival nach.
HeLiS untersucht, welche individuellen, familiären und gesellschaftlichen Faktoren den Erhalt, die Erosion, den Verlust oder das Revival von Herkunftssprachen in der Schweiz beeinflussen. Mithilfe einer eigens entwickelten mehrsprachigen App werden grossangelegte Daten zu Sprachbiografien, Sprachgebrauch, Einstellungen und sprachlichen Transmissionspraktiken erhoben. Gleichzeitig dient die App als öffentlich zugängliche Wissensplattform und macht Erkenntnisse zu Mehrsprachigkeit und mehrsprachiger Erziehung einer breiteren Bevölkerung zugänglich.
Das Projekt ist an der Universität Bern angesiedelt und vereint Forschende aus verschiedenen Bereichen der Sprachwissenschaft. Es wird von der UniBern Forschungsstiftung und der Burgergemeinde Bern gefördert.
Beteiligte Forschende: